Mirow- Im Herzen der Mecklenburgischen Seenplatte

Die südlichen Ausläufer Mecklenburg-Vorpommerns werden bestimmt von der idyllischen Seenlandschaft. Die Mecklenburgische Seenplatte ist eine verzauberte Wasserlandschaft mit dichten Wäldern und romantischen Burgen. Sie lädt ein, in die Welt zwischen purer Natur und charmanter Kultur einzutauchen. Am Ufer der Mirower Sees liegt die Kleinstadt Mirow. Der Name hat seinen Ursprung im Slawischen und bedeutet „Ort des Friedens“. Mit Anbindung an die Müritz-Havel-Wasserstraße finden Wassersportler hier ein schier unendliches Revier mit viel Freiraum für individuelle Aktivitäten. Die einzigartige Natur zeigt die seltensten Exemplare der Tier- und Pflanzenwelt und schenkt besondere Momente der Ruhe. Die Region Mecklenburg-Strelitz bildet das Herz der weitläufigen Seenplatte und ist ein Landstrich für viele Glücksmomente.


Eine Reise unter dem grünen Blätterdach
Niemand muss ein großer Romantiker sein, um die Fahrt entlang einer der baumgesäumten Straßen in Mecklenburg-Vorpommern als einen besonderen Moment zu empfinden. Romantiker werden allerdings auf den Wegen, entlang denen sich das Blätterdach der mächtigen Bäume über den Asphalt spannt, ins Träumen geraten. Sie werden vielleicht an Pferdekutschen denken, die schon zu historischen Zeiten die Adeligen über die Alleenstraße gefahren haben. Die Ziele waren die herrschaftlichen Häuser und Schlösser, die noch heute die Straße säumen. Einige dieser einst prächtigen Häuser warten noch immer auf den passenden Hausherrn, andere strahlen im neuen Glanz. Das Schloss im Mirower See gehört zu den glücklichen Häusern, die stürmische Zeiten überstanden haben. Vieles vom ursprünglichen Interieur der herzoglichen Familie zu Mecklenburg-Strelitz hat dem Zahn der Zeit getrotzt und glänzt im frischen Ambiente. Durch die Alleen führen nicht nur Straßen, es sind Wege, die den Reisenden in eine andere Zeit führen. Die langen Straßen mit den Baumbegrenzungen bilden eine eigenständige Landschaft mit einem besonderen Flair. Radfahrer spüren die Atmosphäre und das Prickeln, dass die uralten Bäume verströmen. Damit dieser besondere Schatz in Mecklenburg-Vorpommern erhalten bleibt, wird für jeden gefällten Baum ein neuer gepflanzt. So schreibt es das Gesetz vor und sichert diese Pracht für zukünftige Generationen.

Die berühmteste Frau aus Strelitz

Das Herzogtum Mecklenburg-Strelitz hatte eine Residenz in Mirow. Auf der Insel im Mirower See hatte der Johanniterorden einen Gebäudekomplex aufgebaut, der nach dem 30-jährigen Krieg an das Adelshaus Strelitz fiel. Die Straßen von Linden gesäumt, die sich in den Wasseroberflächen spiegeln, sorgen für ein märchenhaftes Flair, dass wie geschaffen war, für den Wohnsitz der Herzöge. Im Mai des Jahres 1744 erblickte die Prinzessin Sophie Charlotte hier das Licht der Welt. Die junge Prinzessin widmete sich der Kunst der Botanik. Mit großer Leidenschaft legte sie einen wunderschönen Schlossgarten an ihrem Geburtsort an. Für das adelige Geschlecht waren finanziell schlechte Zeiten angebrochen, als an einem schönen Sommertag ein Bote des Königs von England die Brücke zur Insel überquerte. Der Bote hielt im Namen von George dem Dritten um die Hand der Prinzessin Sophie Charlotte an. Die Prinzessin willigte ein und wurde Queen Charlotte. Charlotte widmete sich weiterhin der Gartenkunst und erhielt den Spitznamen Queen of Botanik.

Aktiv in die Natur
Die Kleinseenplatte in Mecklenburg-Vorpommern umfasst über 1000 Seen. Viel Wasser, das von einer erstklassigen Qualität ist und Wassersportler lockt.
Am Mirower See gibt es einen Sandstrand, der ein lohnendes Ziel für Sonnenanbeter und Schwimmer ist. Direkt im Ort ist der Strand leicht zu erreichen und mit einem Nicht-Schwimmer-Bereich für Familien mit Kindern sehr attraktiv. Wasserski fahren, Segeln, Surfen oder mit einem Kanu die verwinkelten Uferabschnitte erkunden sind weitere Aktivitäten, die die Seenlandschaft bietet. Zwischen Mai und September verwandelt sich ein Teil des Mirower Sees in ein Seerosenparadies und zaubert einen märchenhaften Anblick.
Entlang der Ufer führen zahlreiche Wanderwege durch die pure Natur. Zu Fuß oder mit dem Rad führt der Ausflug schnell in die Abgeschiedenheit und in das Zuhause einer einzigartigen Vogelwelt. Die ebenmäßigen Wege machen die Unternehmungen zu einem Vergnügen, bei dem viel Muße bleibt, um die besonderen Eindrücke aufzunehmen und zu sammeln.
Die Mecklenburgische Seenplatte hat schon Herzöge in die Region gelockt. Einer der schönsten Beweise dafür ist das Barockschloss auf der Insel im Mirower See. Eine Brücke führt zum Gebäudeensemble, dass aus dem Dornröschenschlaf geweckt wurde. Das Schloss wurde mit liebevoller Detailarbeit restauriert und erstrahlt heute im historischen Glanz. Eine kleine Brücke führt auf die Liebesinsel. Hier befindet sich das Grab des Großherzogs Adolph Friedrich VI. Bis heute sind die Umstände seines Todes ungeklärt und gehören zum Mysterium der Stadt.

Wilde Natur und kultiviertes Grün
Das Gebiet der Mecklenburgischen Seenplatte ist nicht flächendeckend bewohnt. Einige kleine Städte, zu denen auch Mirow zählt, bieten ein gemütliches Kleinstadtflair. Die Natur ist weitgehend unberührt in einer ursprünglichen Form erhalten. Zahlreiche Pflanzenarten haben sich hier ein Refugium gesichert. Viele dieser Arten wurden in anderen Landschaften stark verdrängt. Die sandigen Böden bilden eine ideale Basis für Nadelbäume und besonders die knochige Kiefer prägt das Bild der Wälder. Naturkundige Wanderer finden im Grün seltene Orchideenarten und bizarre Moose.
Die Uferzonen bilden ein Paradies für Vögel. Der schillernde Eisvogel taucht hier in das klare Wasser und gesellt sich zu den zahlreichen Wasservögeln. Über den Gewässern zeigt sich mit etwas Glück der seltene Seeadler oder ein Rotmilan. Zieht sich am Abend die Sonne zurück gehört der See den Fledermäusen. Die Flugkünstler gehen in der Dämmerung auf Beutezug und sorgen für ein wunderschönes Schauspiel.
Der botanische Garten Erbsland ist ein schönes Ziel für einen Fahrradausflug. Auf Grund und Boden, der einmal dem Erbsenanbau gedient hat, befindet sich eine der ältesten Gehölzesammlungen. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts legte ein Mirower Förster eine Sammlung mit Bäumen an, deren Saatgut, die großen Entdecker mit in die heimischen Gefilde brachte. Nicht alle Bäume waren für das Klima geeignet, doch sind bis heute dreißig Exemplare der fremden Bäume im Erbsland zu bewundern.
Die Seen Mecklenburgs bilden neben den großen Wasserflächen auch kleine Wasserläufe aus. In diesen verwinkelten Wasserwelten kann die Natur hautnah und in unmittelbarer Nähe entdeckt werden. Am Mirower See gibt es die Möglichkeit ein Kanu zu mieten und das Naturidyll von der Wasserseite aus zu bewundern. Wenn das Kanu mit leisen Schlägen durch das Wasser gleitet, ist die Entspannung ein ständiger Begleiter. Besonders Familien können im Boot eine intensive gemeinsame Zeit erleben. Gäste finden im Naturidyll am See viele Möglichkeiten für ein individuelles Eintauchen in eine abwechslungsreiche Landschaft, die zu jeder Jahreszeit einzigartig ist.

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