Seit einigen Wochen sind Menschen aus der Ukraine auf der Flucht. Sie verlassen ihre Heimat, denn dort ist Krieg. Gleich zum Anfang waren sich Barbara Lange und ich uns einig, etwas unternehmen zu wollen und zu helfen. So fingen wir an, Sachspenden für die Ukraine zu sammeln. Für uns beide war klar, dass man sich einer Struktur anschließt, die bereits Erfahrung damit hat. So entschied man sich Sachspenden für die Ukrainehilfe Lobetal e. V. zu sammeln. Diese kommen hilfsbedürftigen Menschen in der ganzen Ukraine zugute. Die in Mirow gesammelten Hilfsgüter werden über den Weltladen Neustrelitz nach Lobetal gebracht. Von dort aus fahren regelmäßig ukrainische Lkw (40-Tonner) die Spenden in die Westukraine, wo sie über lokale Partner im Land – auch bis in die Ostukraine – verteilt werden.

Anfangs organisierte man sich auf Zuruf und mit Mund zu Mundpropaganda, mittlerweile konnte man auch die Pastorin aus Mirow Ulrike Kloss dazugewinnen. Sie stellt seitdem das Pfarrhaus, als Sammelpunkt für die Sachspenden zur Verfügung. So können ab sofort Menschen, die nicht die Möglichkeit haben nach Neustrelitz zu fahren, ihre Sachspenden immer Dienstag von 9 bis 11 Uhr und Donnerstag 15 -18 Uhr abgeben. Auch die 1. Stellvertretende Bürgermeisterin von Mirow, Christine Kittendorf, konnte dazugewonnen werden. Mit ihr und einer Übersetzerin aus Mirow zusammen, konnte ein Willkommensbrief für die Neubürger in Mirow erarbeitet werden. Die in den von der WoBau Mirow zur Verfügung gestellten Wohnungen untergebracht sind. Sie erhalten mit diesem Brief einen Zugang zu Menschen, die Russisch und Ukrainisch sprechen. So wird im Netzwerk versucht, auf kürzesten Wegen kleine und große Probleme zu lösen.

Sie brauchen Gastfreundschaft, verbunden mit praktischer und organisatorischer Unterstützung. „Mirow hilft“ hat sich aus diesem Grund gebildet und mittlerweile ist ein kleines Netzwerk entstanden. So konnte man bereits zusammen mit der WoBau Mirow Möbel für die Wohnungen zusammentragen, für Hilfsbedürftige Kleidung organisieren und vieles mehr.

Auch andere Firmen, wie die TechInPro GmbH Mirow, sammeln Hilfsgüter für geflüchtete Kinder in der Ukraine und in Polen. Das Amt Mecklenburgische Kleinseenplatte sammelt Geldspenden und viele helfen auch aus Eigeninitiative. Es ist wichtig, dass man sich vernetzt und sich unterstützt, mit dem Wissen, was jeder Einzelne mitbringt und Lösungen für alle findet. Um nicht den Überblick über das Hilfsangebot zu verlieren, wird es eine kleine Webseite geben. Unter mirow-hilft.de findet man dann die aktuellen Möglichkeiten, um sich einzubringen und Hilfe zu leisten. Das Netzwerk versteht sich als Lösungsfinder für die Neubürger und für Hilfen in der Ukraine. Wir sind kein Arbeitsvermittler, auch wenn es die ersten Anfragen dazu schon gab. Dafür gibt es Arbeitsvermittler und Agenturen, denn diese Hilfe kann und will das Netzwerk nicht leisten. Wir haben Verständnis, dass aufgrund des Fachkräftemangels die Nachfrage groß ist, doch haben die meisten Geflüchteten ganz andere Probleme und sind häufig auch traumatisiert.

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